Marienkäfer - Des Gärtner guter Freund

Die Marienkäfer sind kleine Raubtier, die im Gartenbau und Landwirtschaft äußerst nützlich sind, da sie in ihrer Larvenzeit je nach Art bis zu 3000 Pflanzenläuse oder Spinnmilben fressen.

 

Ihr Aussehen ist variabel, was ihre Bestimmung erschwert, da die selbe Art mehrere dutzende Muster besitzen können.

Hauptnahrung sind Blatt- und Schildläuse, Spinnmilben, Wanzen, Käferlarven, Blattwespenlarven und Frasenflügler - und davon können sie bis zu 50 Stück pro  Tag fressen, mehrere tausend während ihres gesamten Lebens.

Ende April bis Anfang Mai legen die Weibchen bis zu 400 Eier, je nach Art in Portionen von 10-60 Stück, meist an der Blattunterseite, an Nadeln oder in Ritzen von Rinde. Ihre Färbung ist meist hellgelb bis organe, die Länge zwischen 0,4 und  2 Millimetern.

Ihre Entwicklung ist abhängig von Temperatur und Luftfeuchte und meist nach 8 Tagen abgeschlossen. Kurz vor dem Schlüpfen kann man die Larve durch die dünne Eihaut erkennen.  Die Larven entwickeln sich in 30-60 Tagen weiter und häuten sich 3-4 mal. Wenn sie ausgewachsen sind, kleben sie ihren Hinterleib an Blätter, Zweige oder Rinde fest und häuten sich ein letztes Mal. Diese Haut sieht man oft an Bäumen kleben.

Bis zu zweimal im Jahr vermehren sich Marienkäfer, sodass die 2. Generation in Juli/August schlüpft. Sie werden für gewöhnlich ein Jahr alt und überwintern nur ein einziges Mal. Die Überwinterung findet meist in Gruppen statt, z.B. zwischen Doppelfenstern.

Marienkäfer (Foto: Jon Sullivan)
Eiablage (Foto: Thorsten Lorenz)
Marienkäferlarve nach der Häutung (Foto: Usethistoedit)
Larve frisst Blattlaus (Foto: Martin Eberle)
Marienkäfer im Winter (Foto: Fadi)